Perfekte Wärmebilder

Bei der Aufnahme eines Wärmebildes sollten Sie vor allem auf zwei Dinge achten:

  • die Wahl des richtigen Bildausschnitts, und
  • die richtige Fokussierung des Wärmebildes auf den messtechnisch relevanten Bereich.

Sie können sowohl den Bildausschnitt als auch die Schärfe des Bildes – genau wie bei einem normalen Digitalbild – nach dem Speichern des Wärmebildes nicht mehr ändern.

Um ein perfektes Wärmebild zu erhalten, können Sie in Ihrer Wärmebildkamera und in der Analyse-Software (z.B. Testo IRSoft) folgende Änderungen vornehmen:

  • Emissionsgrad und Einstellung für die Kompensation der Reflexionstemperatur (RTC) ändern. Dies ist in einer professionellen Analyse-Software, wie z.B. Testo IRSoft, auch punkt- und bereichsweise möglich.
  • Geeignete Farbpalette (z.B. Eisen, Regenbogen, etc.) wählen. Je nach Farbpalette erhalten Sie ein kontrastreiches, leicht interpretierbares Wärmebild.
  • Temperaturskala manuell anpassen. So können Sie die Temperaturabstufung bzw. Farbabstufung Ihres Wärmebildes verbessern (vgl. Abb. 10).
at-thg-Anpassung_der_Temperaturskala.jpg

Beachten Sie für die Aufnahme des Wärmebildes folgende Tipps:

  • Jegliche Störquellen beachten, vermeiden oder abschirmen.
  • Die Messobjektoberfläche sollte optisch und thermisch frei zugänglich sein. Entfernen Sie, wenn möglich, Abdeckungen und störende Objekte in der Umgebung.
  • Wechseln Sie Ihre Position bei der Messung, um Reflexionen zu erkennen. Reflexionen wandern, thermische Auffälligkeiten des Messobjekts bleiben an der selben Stelle – auch bei Änderung des Blickwinkels.
  • Ihr Messfleck sollte nie größer als Ihr Messobjekt sein.
  • Halten Sie den Messabstand so gering wie möglich.
  • Verwenden Sie ein für Ihre Messaufgabe geeignetes Objektiv.
  • Für die exakte Messung von Details empfiehlt es sich, ein Stativ zu verwenden.
  • Der Aufbau Ihres Messobjekts sollte bekannt sein, um thermische Auffälligkeiten richtig deuten zu können.
  • Verwenden Sie eine Wärmebildkamera mit eingebauter Digitalkamera, damit Sie Realbilder zur späteren Auswertung hinzuziehen können.
  • Beachten Sie alle Umgebungsbedingungen und messen und dokumentieren sie diese gegebenenfalls für die spätere Auswertung der Wärmebilder.