testo 312-3 - Druckmessgerät

Bestell-Nr.  0632 0314

  • DVGW-geprüft

  • Umschaltbare Präzisionsmessbereiche mit hoher Auflösung

  • Schnelle Protokollierung der Messdaten vor Ort

  • Alarm bei Unterschreitung der frei einstellbaren Grenzwerte

Das Druckmessgerät testo 312-3 ist Ihr zuverlässiger Partner, wenn Sie Wasser- oder Gasleitungen prüfen möchten. Mit dem Druckmessgerät testo 312-3 führen Sie Belastungs- und Dichtheitsprüfungen von Gasleitungen sowie Druckprüfungen von Wasserleitungen mit Luft durch. 

Produktbeschreibung

Bevor Wasser- und Gasleitungen in Betrieb genommen werden, sind sie auf Dichtheit zu prüfen. Bei Gasleitungen ist neben der Dichtheitsprüfung die Belastungsprüfung durchzuführen. In beiden Fällen wird mit Luft oder inertem Gas Druck in der Leitung aufgebaut und über eine bestimmte Dauer gemessen. Für diese Messung können Sie das Druckmessgerät testo 312-3 verwenden.

Es lässt sich auch für Dichtheits- und Belastungsprüfungen an Wasserleitungen einsetzen, sofern die Druckprüfung mit Luft durchgeführt wird. Auch für weitere individuelle Druckmessungen bietet sich das DVGW-geprüfte Druckmessgerät  testo 312-3 an.

Das zuverlässige Testo-Druckmessgerät testo 312-3 misst bis 6000 hPa. Sie haben die Möglichkeit, frei wählbare Grenzwerte einzustellen, sodass das Druckmessgerät Sie bei Verletzung dieser Grenzwerte sofort per Alarmanzeige warnt.
 

Praktische Features des Testo-Druckmessgeräts

Für eine effiziente Druchführung der Druckmessung bietet das Druckmessgerät testo 312-3 hohen Bedienkomfort. Auf dem übersichtlichen Display können Sie neben den Messwerten auch die Uhrzeit ablesen. Die Messbereiche sind umschaltbar. Und mit dem optionalen testo-Schnelldrucker können Sie Messdaten-Ausdrucke direkt vor Ort anfertigen.

 

Lieferumfang

Druckmessgerät testo 312-3 inklusive Batterie und Kalibrier-Protokoll.
Druckmessung

Messbereich

-300 bis 300 hPa

-6000 bis 6000 hPa

Genauigkeit

±0,5 hPa (0 bis +50,0 hPa)

±1,5 % v. Mw. (> 50 hPa)

±4 hPa (0 bis +400 hPa)

±2 % v. Mw. (+400 bis +2000 hPa)

±4 % v. Mw. (+2000 bis +6000 hPa)

Auflösung

1 hPa (-6000 bis +6000 hPa)

0,1 hPa (-300 bis +300 hPa)

Überlast rel. (Niederdruck)

±8000 hPa

Allgemeine technische Daten

Abmessungen

215 x 68 x 47 mm

Betriebstemperatur

+5 bis +45 °C

Gehäuse

ABS

Alarmsignal

akustisch; Optisch

Alarm untere Grenze

-0.04 hPa

Alarm obere Grenze

100 hPa

Batterietyp

9V-Blockbatterie

Displaytyp

LCD

Displaygröße

zweizeilig

Lagertemperatur

-20 bis +60 °C

Gewicht

300 g

Transport und Schutz

Bereitschaftstasche

Bestellnummer: 0516 0191

€ 35,00
€ 42,35 mit MwSt.
€ 89,00
€ 107,69 mit MwSt.

Weiteres Zubehör und Ersatzteile

Ladegerät für 9V-Akku

Bestellnummer: 0554 0025

€ 13,00
€ 15,73 mit MwSt.

Druckmessungen am Brenner

Die Überprüfung des Gasdrucks an Brennern gehört bei Wartungen an häuslichen Heizungsanlagen zu den Standardmessungen. Dabei werden der Gasfließ- und der Gasruhedruck der Anlage gemessen. Der Fließdruck, auch Anschlussdruck genannt, bezeichnet den Gasdruck des fließenden Gases und der Ruhedruck den des nicht strömenden Gases. Liegt der Fließdruck bei Gasthermen etwa außerhalb des Bereichs von 18 bis 25 mbar, dürfen keine Einstellungen durchgeführt und das Gerät nicht in Betrieb genommen werden. Kommt es dennoch zum Betrieb, so kann der Brenner nicht richtig arbeiten und es kommt bei der Flammenbildung zu Verpuffungen und letztlich zu Störungen, was ein Ausschalten des Brenners und damit einen Ausfall der Heizungsanlage zur Folge hat.

Druckprüfungen an Wasserleitungen

Laut den gesetzlichen Vorschriften DIN EN 806-4, DIN 1988-7 sowie DIN 1610 müssen Trink- und Abwasserleitungen vor der Inbetriebnahme mittels Druckprüfung mit Luft, inertem Gas oder Wasser auf Dichtheit geprüft sowie einer Belastungsprüfung mit Luft oder inertem Gas unterzogen werden. Aus hygienischen Gründen ist es jedoch von Vorteil, wenn die Leitungen bis kurz vor der Inbetriebnahme trocken bleiben und keiner Dichtheitsprüfung mit Wasser unterzogen werden. Auch um Korrosion metallischer Werkstoffe zu vermeiden, ist eine Druckprüfung mit Luft zu empfehlen. Die Druckprüfung unterteilt sich in zwei druckabhängige Prüfungen, wobei Prüfdruck und -zeit von der Zielsetzung (Belastung oder Dichtheit) abhängen. Undichtigkeiten machen sich meistens sehr schnell akustisch bemerkbar. Sind die undichten Stellen schlecht zu orten, werden die für Gasleitungen üblichen Hilfsmittel verwendet (Besprühen oder Bepinseln aufschäumender Lösungen).

Druckprüfungen an Gasleitungen ( Dichtheits-, Belastungsprüfung)

Die Technische Regel für Gasinstallationen (kurz: TRGI) ist eine verbindliche und gleichsam wichtige Vorschrift für das Fachhandwerk. Die TRGI regelt, wie Gasanlagen geplant, ausgeführt, gewartet und instand gehalten werden müssen. Betroffen sind alle Gasanlagen. Hüter dieser Vorschrift ist der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW). Aktuell ist dabei die TRGI 2008. Diese sagt u.a., dass Gasleitungen je nach Baufortschritt (Rohbauphase, Fertigstellung, Reparaturen) zu prüfen sind. Für die hier genannte Applikation spielen insbesondere die folgenden Überprüfungen eine Rolle:

Belastungsprüfung :
Hierbei werden das Material auf Festigkeit und die Verbindungen auf Haltbarkeit überprüft; dies geschieht vor dem Verputzen oder Verdecken der Gasleitungen. Bei der Belastungsprüfung wird die neuverlegte Leitung ohne Armaturen und ohne Gasgeräte mit einem Prüfdruck von 1 bar belastet. Prüfmedium ist Luft oder ein Inertgas (reaktionsträges Gas). Während der Prüfdauer von mindestens 10 Minuten darf kein Druckabfall festzustellen sein.

Dichtheitsprüfung :
Mit dieser Prüfung wird die Dichtheit der Leitung mit Armaturen und ohne Gasgeräte festgestellt. Bei einem Prüfdruck von 150 mbar (bisher 110 mbar) und einer Prüfdauer (abhängig vom Anlagenvolumen) von mindestens 10 Minuten darf kein Druckabfall am Messgerät erkennbar sein.

Temperaturmessungen an Heizkörpern

Bei Temperaturmessungen an Heizkörpern werden insbesondere die Vor- und Rücklauftemperatur aufgenommen und durch den Handwerker bewertet. Mit der Vorlauftemperatur bezeichnet man die Temperatur des wärmeübertragenden Mediums (z. B. Wasser), das einem System zugeführt wird. Die Temperatur des aus dem System fließenden Mediums nennt man dementsprechend Rücklauftemperatur. Um Verluste innerhalb des Wärmeverteilsystems zu vermeiden bzw. einen verbesserten Wirkungsgrad zu erzielen, ist die punktuelle Aufnahme von Vor- und Rücklauftemperaturen notwendig. Die Umsetzung der entsprechenden Maßnahmen führt aufgrund des Wissens über die Vor- und Rücklauftemperaturen letztlich zum hydraulischen Abgleich. Dieser beschreibt ein Verfahren, mit dem innerhalb einer Heizungsanlage jeder Heizkörper oder Heizkreis einer Flächenheizung bei einer festgelegten Vorlauftemperatur der Heizungsanlage genau mit der Wärmemenge versorgt wird, die benötigt wird, um die für die einzelnen Räume gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Aus einem nicht optimalen Betriebsverhalten resultiert ein erheblicher Mehrverbrauch an Strom- und Heizungsenergie. Die Energieeinsparverordnung in Deutschland schreibt aus diesem Grund den hydraulischen Abgleich für zu erstellende oder zu sanierende Anlagen vor.