Darauf kommt es an: 10-Punkte-Plan für die Digitalisierung im Handwerk

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Der digitale Wandel wird nicht irgendwann einmal kommen. Er hat auch nicht gerade erst begonnen. Nein. Wir alle sind mittendrin — ob wir wollen oder nicht. Wer diesen unaufhaltsamen Veränderungsprozess selbst in die eigene Hand nimmt und in seinem Unternehmen lebt, „programmiert“ seinen Handwerksbetrieb nachhaltig auf Erfolg. Der folgende 10-Punkte-Plan zeigt, wo und wie Sie die Hebel bei Ihren Digitalisierungsaktivitäten richtig ansetzen.

Punkt 1: Strategie entwickeln

Die Digitalisierung wirkt sich auf alle Bereiche eines Handwerksbetriebs aus. Alles auf einmal auf den Kopf zu stellen wäre nicht der richtige Weg, zumal Sie bereits mit kleineren Veränderungen an den richtigen Stellen positive Effekte erzielen können. Deshalb: Gehen Sie Ihre Erneuerungsprozesse umsichtig und in beherrschbarer Geschwindigkeit an – am besten von Anfang an mit einer ausgefeilten Strategie, die individuell auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist.

Punkt 2: Wettbewerbsrobustheit herstellen

Die Haltung „Früher war alles besser!“ hat noch kein Unternehmen weitergebracht. Für erfolgreiche Handwerksbetriebe sollte vielmehr gelten: „Heute ist wieder etwas besser als gestern.“ Digitalisierung ist der Schlüssel zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Und die wiederum sorgt dafür, dass Sie auch morgen noch wettbewerbsfähig sind und weiterhin hohe Qualität zu einem guten Preis bieten können.

Punkt 3: Technologie modernisieren

Technik als Selbstzweck oder Spielerei? Im Geschäft geht das gar nicht. Im Büro, in der Werkstatt und vor Ort beim Kunden muss die eingesetzte Technik in erster Linie funktionieren. Das heißt: Nur was wirklich Abläufe verschlankt, Zeit und Kosten spart, ist zu gebrauchen. Dazu gehören vor allem auch allgegenwärtige Standard-Technologien, wie die Cloud im Zusammenspiel mit handwerkertauglichen Smartphone-Apps.

Punkt 4: Kundenerlebnisse schaffen

Mit Referenzprojekten Begeisterung wecken, Fragen beantworten, zusätzliche Services anbieten … Die Unternehmenswebsite und der Auftritt in sozialen Medien wie Facebook erfüllen wichtige Aufgaben. Letztlich öffnen digitale Kontaktpunkte („Touch Points“) die Tür zum (Neu-)Geschäft. Wer über diese Kanäle seine Kompetenzen auf unverwechselbare Weise untermauert und für (potenzielle) Kunden sichtbar sowie „ansprechbar“ bleibt, hat die Zeichen der Zeit erkannt.

Punkt 5: Mitarbeiter mitnehmen

Digitalisierung kann nur gelingen, wenn sie nicht nur vom Chef, sondern auch von den Mitarbeitern, in Teilen sogar von den Geschäftspartnern getragen und aktiv mitgestaltet wird. Hier ist seitens der Verantwortlichen Kommunikations- und Überzeugungsarbeit gefragt. Im Einzelnen geht es darum, frühzeitig und regelmäßig über Ziele, Vorteile und den aktuellen Stand der anstehenden Veränderungsprozesse zu informieren, Ängste und Bedenken auszuräumen und digitalaffine Mitarbeiter zu gewinnen.

Punkt 6: Prozesse verschlanken

Arbeitsabläufe gehören immer wieder auf den Prüfstand. Transparente digitale Unternehmen erkennen Fehler frühzeitig und können auf Schwachstellen schneller reagieren. Die zentrale Herausforderung im Betriebsalltag lautet: An welchen digitalen Stellschrauben kann ich noch drehen, um meine Prozesse weiter zu optimieren?

Punkt 7: (Daten-)Sicherheit maximieren

Der Schutz der betrieblichen Daten und des eigenen Know-hows sowie die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben (DSGVO) zählen zu den Grundvoraussetzungen einer erfolgreichen Digitalisierung. Ein rationaler, professioneller Umgang mit dem Thema IT-Sicherheit muss daher alle Veränderungsprozesse begleiten.

Punkt 8: Zusammenarbeit intensivieren

Leistungsfähige digitale Kommunikationswerkzeuge erleichtern den Austausch und die Abstimmung, auch wenn Kunden, Mitarbeiter und Projektpartner bei Besprechungen nicht persönlich dabei sein können. Im Umkehrschluss bedeutet das: Es gibt keine Ausreden mehr, wenn es darum geht, unter Einbeziehung zusätzlicher (Experten-)Meinungen wichtige Entscheidungen auf ein solideres Fundament zu stellen und die im Handwerk ohnehin unverzichtbare enge Zusammenarbeit („Collaboration“) der Projektbeteiligten auf digitaler Ebene zu optimieren.

Punkt 9: Wertschöpfung ausbauen

Auf der einen Seite führt die Digitalisierung zu Produktivitätsgewinnen im Bereich der betriebsinternen Vorleistungen. Auf der anderen Seite ermöglicht es der Wandel den Handwerksunternehmen, mit erweiterten oder komplett neuen digitalen Geschäftsmodellen zusätzliche Erlöse zu generieren. Die Digitalisierung kann hier auf vielen Wegen zu einer besseren Wertschöpfung führen.

Punkt 10: Arbeit flexibler gestalten

Wer seine Fachkräfte, die womöglich sogar im eigenen Unternehmen ausgebildet wurden, langfristig an sich binden möchte, muss sich etwas einfallen lassen. Dem Wunsch nach selbstbestimmterem Arbeiten und abwechslungsreichen Aufgaben kann beispielsweise ein zeitgemäß aufgestellter Betrieb, der auf dem digitalen Stand der Technik ist, viel leichter nachkommen.

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