Social Media - aber bitte richtig

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Trommeln gehört zum Handwerk. Wer mit seinem Unternehmen bei seinen digitalaffinen Kunden weiterhin wahrgenommen werden möchte, kommt an sozialen Netzwerken wie Instagram, Pinterest und Co. nicht mehr vorbei. Die folgenden Handlungsempfehlungen richten sich an die Inhaber und Entscheider in den Handwerksbetrieben, die das Thema „Social Media“ aktiv angehen bzw. bereits bestehende Aktivitäten professionalisieren möchten.

Entwickeln Sie Ihre Social-Media-Strategie

 

Neben realistischen Erwartungen braucht es ein klares Konzept. Zählbare Erfolge kommen nicht über Nacht. Sie setzen Erfahrung und eine gewisse Beharrlichkeit voraus. Dass das Mitmachen keine hohen Investitionen verlangt, erleichtert den Einstieg. Überlegen Sie sich, was Sie über Ihre Social-Media-Kanäle erreichen möchten, wie Sie – dauerhaft – passende Inhalte bereitstellen und wie Sie in Ihrem Betrieb Zeit für Social-Media-Aktivitäten „freischaufeln“ können. 

Wählen Sie die richtigen Plattformen aus

 

Anfangs sind Unternehmen gut beraten, sich auf wenige geeignete Angebote zu konzentrieren. Für das Handwerk sind derzeit vor allem Facebook, Instagram, Youtube, Twitter, Pinterest, Xing und LinkedIn interessant. Jede Plattform hat ihre spezifische Ausrichtung, Funktionalität und ihr eigenes Publikum („Community“). Facebook und der Kurznachrichtendienst Twitter bieten hohe Nutzerzahlen. Gerade bei Jüngeren erfreuen sich die stark bildorientierten Varianten Instagram und Pinterest zunehmender Beliebtheit. Die Business-Netzwerke Xing und LinkedIn empfehlen sich, wenn es darum geht, neue Geschäftskontakte zu knüpfen oder beispielsweise auch Kooperationspartner für größere Projekte zu finden.

Schaffen Sie Social-Media-Ressourcen in Ihrem Handwerksunternehmen

 

Mit dem Smartphone auf der Baustelle schnell mal ein Foto machen, mit einem Kommentar versehen und auf die Plattform hochladen ist nicht das Problem. Erfahrungsgemäß reichen routinierten Anwendern (täglich) rund 15 bis 30 Minuten zur Aktualisierung ihres betrieblichen Social-Media-Auftritts. Das gilt unter der Voraussetzung, dass die Mitarbeiter für passende Themen sensibilisiert sind und sichergestellt ist, dass die Beiträge in die richtige Richtung laufen. Grundsätzlich hat jede Plattform ihre eigenen Gesetze und eine eigene Ansprache. Wer beispielsweise auf Instagram und Pinterest setzt, findet in jungen Mitarbeitern und Auszubildenden am ehesten geeignete und motivierte „Social-Media-Mitstreiter“.
 

Setzen Sie auf relevante Inhalte

 

Letztlich geht es darum, Projekte in Szene zu setzen, die Interessenten mit auf die Reise durch den Alltag eines Handwerksbetriebs zu nehmen und so beiläufig zu dokumentieren, wie Probleme gelöst werden und was tagtäglich „geschafft“ wird. Je höher die Relevanz der behandelten Themen, desto höher sind die Chancen auf positive Kommentare, Empfehlungen oder „Likes“. Gute Social-Media-Inhalte sind authentisch und bieten den Besuchern vor allem eines – kostenlosen Mehrwert. Das ist in der Regel Wissen, kann aber gerne auch einfach mal ein Lächeln in den Gesichtern der Follower sein. Eine persönliche Färbung ist ebenfalls durchaus erwünscht. 

Machen Sie einfach und bleiben Sie dran

 

Auf Unternehmensebene müssen Fotos, Videos und Texte der Posts professionellen Ansprüchen standhalten. Zu eng sollte man das aber nicht sehen. Nachrichtenwert und Aktualität stehen im Zweifelsfall über formaler Perfektion. Wichtig ist die zugehörige Verschlagwortung beispielsweise über Hashtags. Eine passende, massenwirksame „Auszeichnung“ der Beiträge erleichtert deren Auffindbarkeit. Auch hier gilt: Was nicht gefunden wird, wird nicht wahrgenommen. Darüber hinaus erwartet Ihre „Fanbase“, dass sie regelmäßig mit neuen Inhalten bei Laune gehalten wird.
 

Betrachten Sie Social Media nicht als Einbahnstraße

 

Social Media lebt vom gegenseitigen Interesse. Wer möchte, dass man seinen Themen Aufmerksamkeit schenkt, sollte umgekehrt auch verfolgen, was innerhalb seiner Community im Handwerk los ist, und relevante Posts in Form von Kommentaren und „Likes“ anerkennen. Nutzen Sie die Social-Media-Kanäle auch, um auf weiterführende Informationen und interessante Angebote Ihrer anderen Medienkanäle, wie Ihren Blog oder auch Ihren Internetauftritt, hinzuweisen. 

Schauen Sie genau hin

 

Was im Betriebsalltag eines Handwerksunternehmens alles funktioniert und was nicht, zeigt die Praxis. Gegen eine etwas spielerische Herangehensweise ist nichts einzuwenden, solange Sie die Entwicklungen genau verfolgen und das Feedback Ihrer Community in die weitere Entwicklung Ihrer Aktivitäten einbeziehen.

Fazit: Social Media als Chance verstehen

In den sozialen Netzwerken geht es darum, viele Fans respektive Follower zu gewinnen und diese im Idealfall zu Kunden oder auch zu (jungen) Mitarbeitern zu machen. Doch dieses Vorhaben wird nur von Erfolg gekrönt sein, wenn Sie mit Ihren Social-Media-Aktivitäten bei sich bleiben sowie eine gewisse Unbefangenheit und ungekünstelte Lockerheit ausstrahlen. Ihre „Posts“, „Feeds“ und „Stories“ müssen Ihrer Community mehr als Wissen vermitteln und das eigene Unternehmen gut dastehen lassen. Sie müssen Emotionen auslösen. Denn die sind bekanntlich der Schlüssel für gute Geschäfte. Was das Thema Social Media angeht, verhält es sich wie beim eingangs erwähnten Trommeln: Das gehört zum Handwerk, doch dabei kommt es eben nicht allein auf die Lautstärke an.

Juli 2019

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