Geschäftsjahr 2020: Testo-Konzern erzielt weltweit ein Umsatzwachstum von 3,5%

Titisee, den 03.03.2021: Über 12 Millionen Euro hat Testo im Geschäftsjahr 2020 zugelegt und damit einen Umsatz von 352 Millionen EUR erzielt. Dieses Plus von 3,5% liegt über den Erwartungen der Unternehmensleitung für das schwierige Jahr 2020. Grund dafür sind in erster Linie Erfolge sowohl im Messgerätegeschäft als auch im neueren Geschäftsmodell Solutions. Zusätzlich verlief das zweite Halbjahr besser als erwartet, was dazu führte, dass Umsatz und Ergebnis aus dem Vorjahr leicht übertroffen wurden.

Stabiler Arbeitgeber auch in schwierigen Zeiten

Das vergangene Jahr war auch für den Schwarzwälder Messgerätehersteller Testo ein ereignisreiches Jahr. Gleich zu Beginn der Pandemie hat das Testo-Management auf die Corona-Krise reagiert und verschiedene Szenarien für die mögliche Entwicklung des Unternehmens im Jahr 2020 erarbeitet. Es wurden daraufhin vielfältige Maßnahmen eingeleitet, um die Kosten gering zu halten und somit Arbeitsplätze zu sichern.

Eine Strategie war dabei, relativ wenig Kurzarbeit (15%) für den Großteil aller Mitarbeiter*innen und Führungskräfte einzusetzen. „Unsere Strategie hat funktioniert und noch im Dezember 2020 haben wir dafür gesorgt, dass keine Mitarbeiter*innen durch Corona finanzielle Einkommenseinbußen hatte, indem diese durch die Gewinne kompensiert wurden“, berichtet Vorstandsvorsitzender Burkart Knospe.

Auch die Mitarbeiterzahl weltweit verzeichnete ein Wachstum und es konnte allen Auszubildenden und Studenten ein Übernahmeangebot ausgesprochen werden. Aktuell beschäftigt Testo weltweit über 3200 Mitarbeiter. Der Personalaufbau erfolgte insbesondere im personalintensiven Dienstleistungsgeschäft der Testo Industrial Services. Rund 1800 Mitarbeiter und damit mehr als die Hälfte arbeiten in Deutschland. Im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald verteilen sie sich auf die Standorte Lenzkirch, Titisee und Kirchzarten.

Erfolge mit Wärmebildkameras und im Solutions Geschäft

Das Wachstum des Testo-Konzerns im letzten Jahr basiert insbesondere auf zwei Effekten: Zum einen konnte Testo in der ersten Jahreshälfte viele Großaufträge für Wärmebildkameras und Infrarotmessgeräte gewinnen. Diese werden weltweit zur Körpertemperatur-Detektion im Einsatz bei der Pandemiebekämpfung benutzt. Testo reagierte auf die hohe Nachfrage und richtete Sonderschichten ein, um die Geräte für den Einsatz gegen Corona liefern zu können. Zu den Alltagshelden bei Testo gehörten im letzten Jahr definitiv die Mitarbeiter*innen in der Fertigung, die viele Monate in zusätzlichen Schichten gearbeitet haben um die Mindestabstände untereinander einzuhalten und die große Nachfrage nach Wärmebildkameras zu bewältigen.

Zum anderen erzielte Testo auch im Geschäftsbereich Solutions weitere Erfolge und konnte zum zweiten Mal in Folge in diesem Bereich etwa 50% zu Vorjahr wachsen. Das vergangene Jahr war für alle Testo-Tochtergesellschaften ein herausforderndes Jahr. Auf dem für Testo wichtigsten Auslandsmarkt in den USA musste das Unternehmen Verluste hinnehmen. Auf dem asiatischen Markt hingegen legte Testo leicht zu, was unter anderem auf die sehr große Nachfrage nach Wärmebildkameras etwa in Korea zurückzuführen ist. In Europa schloss Testo das Jahr 2020 mit einem erfreulichen Plus ab. Hierzu trugen diverse Großkunden bei, beispielsweise ein Solutions-Geschäft, das die Tochtergesellschaft in Belgien mit einer internationalen Lebensmittelkette abschließen konnte.

Rückblick 2020 und Ausblick 2021

„Mit Rückblick auf das letzte Jahr kann ich gewiss sagen, dass Testo auch diesen Sturm gut überstanden hat“, resümiert Vorstandsvorsitzender Burkart Knospe das ereignisreiche Jahr 2020. „Das hat sicher etwas mit richtigen Entscheidungen zu tun. Insbesondere aber hat es damit zu tun, dass unsere Mitarbeiter*innen in diesen schwierigen Zeiten einen richtig guten Job gemacht haben. Das macht mich glücklich, stolz und dankbar.“

In das Jahr 2021 blickt Burkart Knospe verhalten optimistisch: Trotz Lockdown war der Start gut, mit Sicherheit auch dank der Innovationsstärke des Messgeräteherstellers. So wurde das Portfolio im Bereich Kälte komplett neu ausgerichtet und die Produkte im Bereich Thermografie entscheidend weiterentwickelt.