Wirkungsgrad hoch, Kosten runter: Energieeffizienz bei Elektromotoren sicherstellen.

Elektromotoren treiben die Weltwirtschaft an und verbrauchen allein in Industrie und produzierendem Gewerbe bis zu 70 % der gesamten Energie. Entsprechend hoch ist das Einsparpotential – welches sich mit dem Einsatz einer Stromzange optimal ausschöpfen lässt.

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Wenn es um die Kosten geht, sind Elektromotoren wie Eisberge: Auf den ersten Blick ist nur ein kleiner Teil sichtbar: Die Energiekosten für ein halbes Jahr sind meistens genauso hoch wie die initialen Ausgaben für die Anschaffung des Motors. Zeit für eine gute Nachricht: Experten gehen davon aus, dass die Effizienz von Elektromotoren um bis zu 30 % verbessert werden kann. Das würde bis 2020 allein in Deutschland 27 Mrd. kWh und 16 Mio. Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Ganz abgesehen davon, dass effizientere Motoren auch Produktionskosten senken und die regelmäßige Kontrolle der Antriebe Produktionsausfällen vorbeugt. Deswegen heißt es für Instandhalter: Messen, kontrollieren und handeln bevor Anlagen ausfallen oder die Stromrechnung die Bilanz gefährdet.

Neue Vorgaben erfordern bessere Messgeräte

Der Gesetzgeber hat dieses Thema natürlich auch schon entdeckt – und Fakten geschaffen. Seit dem 01. Januar 2015 dürfen nur noch Elektromotoren der Energieeffizienzklasse IE3 („Premium-Wirkungsgrad“) auf den europäischen Markt gebracht werden. Kurze Auffrischung, falls die Theorie schon etwas länger her ist: Der Wirkungsgrad berechnet sich aus dem Verhältnis der mechanischen Ausgangsleistung zur elektrischen Eingangsleistung. Was bedeutet, dass Energieverluste vor allem innerhalb des Motors auftreten. Und hier kommt nun die Stromzange ins Spiel, mit deren Einsatz die Energieeffizienz zuverlässig gemessen werden kann.

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Strom: Die Stromzange misst den Strom, den der Motor zieht. Hier lohnt sich ein Blick auf die Spezifikationen des Motors. Denn der gemessene Wert sollte sich zwischen 60 % und 100 % des Stromwerts bei Volllast bewegen. Natürlich eher gegen 100 % tendierend, aber diesen Maximalwert nicht überschreitend.

Stromausgleich: Eine Schieflast (Stromasymmetrie) kann ein Zeichen dafür sein, dass es in der Motorwicklung Probleme gibt. Und so lässt sich die Schieflast mit Hilfe einer Stromzange ermitteln: Zunächst den Mittelwert der drei Phasen berechnen, anschließend die höchste Abweichung vom Mittelwert abziehen und das Ergebnis abschließend durch den Mittelwert teilen. Das Endergebnis sollte unter 10 % liegen.

Anlaufstrom: Eine gute Stromzange kann Anlaufstrom im zeitlichen Verlauf messen und dokumentieren. Falls es beim Hochfahren also doch mal zu Spannungseinbrüchen kommt oder der Leistungsschalter ausgelöst wird, lässt sich die Fehlerquelle jetzt besser einkeisen. Spitzenstrom: Bei manchen Motoren kann es passieren, dass unvorhergesehene Extrembelastungen einen kurzfristigen Stromanstieg verursachen und die Überlastschaltung in der Motorsteuerung auslösen. Mit Stromzangen mit Min/Max-Funktion lässt sich dieser Spitzenstrom aufzeichnen.

Kabel greifen auch wenn es eng wird? Die Stromzange von Testo macht es möglich.

Die elektrischen Messgeräte ergänzen unser Angebot jetzt mit:

 

Als echter Allrounder im täglichen Kampf gegen den Verschleiß hat sich die TRMS-Stromzange testo 770-3 bewährt: Zum einen verfügt sie über einen vollständig einfahrbaren Zangenarm. Dieser einzigartige Mechanismus macht es möglich, Kabel auch dann problemlos zu greifen, wenn es richtig eng wird. Zum anderen kann sie in Verbindung mit der testo Smart Probes App die Stromaufnahme eines Motors im zeitlichen Verlauf dokumentieren.

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Wo Motoren laufen, sind auch Schaltschränke nicht weit. Und da kommt ein cleveres Feature unserer Stromzange zum Tragen. Sie lässt sich über Bluetooth mit den Wärmebildkameras testo 871 und testo 872 verbinden. Im Wärmebild sieht man dann nicht nur den überhitzten Schütz, sondern auch, welcher Last der Schaltschrank gerade ausgesetzt ist.

 

31. August 2017

Haben Sie noch 3 Minuten Zeit? Im Video sehen Sie, wie die Stromzange in der Praxis überzeugt:

Praxisratgeber Elektrothermografie

Wertvolle Tipps und aktuelle Regelwerke für die Elektrothermografie

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 Wozu überhaupt ein TRMS-Messgerät?

Viele Spannungsmessgeräte für Wechselspannungen zeigen nur den Effektivwert von sinusförmigen Spannungen an, da sie auch nur den Formfaktor für Sinus-Spannungen mit einbeziehen. Weichen die Spannungsverläufe jedoch von einem Sinusverlauf ab, können bei RMS-Messgeräten erhebliche Messfehler entstehen. TRMS-Messgeräte (True Root Mean Square) beziehen auch eventuell vorhandene DC-Anteile in die tatsächliche AC-Kurvenform mit ein und liefern damit wesentlich genauere Messergebnisse.

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Die Vorteile der Testo Stromzangen auf einen Blick:

  • Einzigartiger Greifmechanismus erleichtert die Arbeit an engen Messstellen
  • Auto-AC/DC für Strom und Spannung
  • Großes zweizeiliges LCD-Display
  • Echteffektivwertmessung TRMS
  • Mit Zusatzfunktionen wie Anlaufstrom-, Leistungs- und μA-Messung

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