testo 324 - Druck- und Leckmengenmessgerät

Bestell-Nr.  0632 3240

  • Minimaler Installationsaufwand und unkomplizierte Handhabung durch gesetzeskonforme Messmenüs (z.B. nach TRGI 2008)

  • Hochpräzise und DVGW-konforme Messergebnisse

  • Dichtheitsprüfung an Gasleitungen nach TRGI 2008 und an Flüssiggasleitungen nach TRF 2012

  • Einfachste Bedienung durch automatischen Druckaufbau, schnelle und sichere Datenspeicherung

Das Profigerät für die Installation, Wartung und Instandhaltung von Wasserleitungen und Gasleitungen: Dichtheitsprüfung, Belastungsprüfung, Gebrauchsfähigkeitsprüfung, Temperaturmessung – mit dem Leckmengenmessgerät testo 324 führen Sie alle wichtigen und gesetzlich vorgeschriebenen Messungen ebenso schnell wie zuverlässig durch.

Produktbeschreibung

Das DVGW-geprüfte Messgerät ist ein Allrounder, der Sie im Arbeitsalltag an allen Fronten unterstützt: Denn das Leckmengenmessgerät testo 324 ist für sämtliche Prüfungen an Gasleitungen und Wasserleitungen geeignet: Belastungs-, Dichtheits- oder Gebrauchsfähigkeitsprüfungen – mit dem testo 324 decken Sie alle wichtigen Messungen ab.

Nutzen Sie das Leckmengenmessgrät testo 324 für diese Anwendungen

  • Dichtheitsprüfungen an Gasleitungen (Dichtheitsprüfung und Belastungsprüfung nach TRGI 2008 und DVGW G 5952)
  • Gebrauchsfähigkeitsprüfung nach TRGI 2008 an Gasleitungen
  • Druckprüfungen an Wasserleitungen (Trinkwasser nach ZVSHK EN 806-4, Abwasser nach DIN EN 1610)
  • Dichtheitsprüfung von Flüssiggasleitungen nach TRF 2012
  • Überprüfung von Gasdruckreglern
  • Leitungsvolumenbestimmung
  • Weitere Anwendungen wie Temperaturmessung an Heizkörpern und Druckmessung am Brenner (Düsendruck, Gasfließdruck…)

Tolle Technik, beste Bedienbarkeit

Bei aller technischen Raffinesse ist das Leckmengenmessgerät testo 324 ganz unkompliziert: Für reibungsloses, schnelles Arbeiten sorgen ein Einschlauchanschluss, ein hochauflösendes Grafik-Farbdisplay und ein Menü, in dem wichtige Programme wie „Gasleitung TRGI 2008“ bereits hinterlegt sind und ganz einfach gestartet werden können. Auch der automatische Druckaufbau sorgt für eine einfache Bedienung.
Das optional erhältliche Zubehör ist für den professionellen Praxisalltag entwickelt: vom Schnelldrucker für den sofortigen Vor-Ort-Ausdruck der Messergebnisse bis zum Gerätekoffer mit Gasblase, der die Entstehung eines gefährlichen Gas-Luft-Gemischs verhindert.

 

Lieferumfang

Leckmengenmessgerät testo 324 inkl. Akku und Kalibrierprotokoll.

Temperatur - NTC

Messbereich

-20 bis +100 °C

Temperatur - TE Typ K (NiCr-Ni)

Messbereich

-40 bis +600 °C

Genauigkeit

±0,5 °C oder ±0,5 %

Absolutdruck

Messbereich

600 bis 1150 hPa

Genauigkeit

±3 hPa

Leckmengen-Messung

Messbereich

0 bis 10 l/h

Genauigkeit

±0,2 l/h oder ±5 % v. Mw.

Druckmessung

Messbereich

0 bis 1000 hPa

Genauigkeit

±0,5 hPa oder ±3 % v. Mw.

Druckmessung (externe Sonde)

Messbereich

0 bis 25 bar

Genauigkeit

±0,6 % v. Ew. (0 bis 10 bar)

±0,6 % v. Ew. (> 10 bis 25 bar)

Allgemeine technische Daten

Überdruck

1200 hPa

Abmessungen

270 x 90 x 75 mm

Betriebstemperatur

+5 bis +40 °C

Schutzklasse

IP40 nach EN 60529

Zusatzfühlerbuchsen

2 Hirschmannbuchsen zum Anschließen von Drucksonden und Temperaturfühler

Gasanschlüsse

2 Drucknippel DN 5

DVGW-Zulassung nach 5925

Geräteklasse L bis Volumen = 200 Liter

Garantie

2 Jahre

Displaytyp

Farbdisplay, Darstellung von grafischen Verläufen

Datenübertragung

USB, IRDA, Bluetooth® (Option)

Standzeit

ca. 5 h Messzeit, Netzbetrieb möglich

Lagertemperatur

-20 bis +50 °C

Gewicht

1070 g (incl. Akku)

Leckmengenprüfung an Gasleitungen (Dichtheits-, Belastungsprüfung)

Die Technische Regel für Gasinstallationen (kurz: TRGI) ist eine verbindliche und gleichsam wichtige Vorschrift für das Fachhandwerk. Die TRGI regelt, wie Gasanlagen geplant, ausgeführt, gewartet und instandgehalten werden müssen. Betroffen sind alle Gasanlagen. Hüter dieser Vorschrift ist der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW). Aktuell ist dabei die TRGI 2008. Diese sagt u. a., dass Gasleitungen je nach Baufortschritt (Rohbauphase, Fertigstellung, Reparaturen) zu prüfen sind. Für die hier genannte Applikation spielen insbesondere die folgenden Überprüfungen eine Rolle:

Belastungsprüfung

Hierbei werden das Material auf Festigkeit und die Verbindungen auf Haltbarkeit überprüft; dies geschieht vor dem Verputzen oder Verdecken der Gasleitungen. Bei der Belastungsprüfung wird die neuverlegte Leitung ohne Armaturen und ohne Gasgeräte mit einem Prüfdruck von 1 bar belastet. Prüfmedium ist Luft oder ein Inertgas (reaktionsträges Gas). Während der Prüfdauer von mindestens 10 Minuten darf kein Druckabfall festzustellen sein.

Dichtheitsprüfung

Mit dieser Prüfung wird die Dichtheit der Leitung mit Armaturen und ohne Gasgeräte festgestellt. Bei einem Prüfdruck von 150 mbar (bisher 110 mbar) und einer Prüfdauer (abhängig vom Anlagenvolumen) von mindestens 10 Minuten darf kein Druckabfall am Messgerät erkennbar sein.

Leckmengenprüfung an Gasleitungen im Heizungsraum

Eine nach den gesetzlichen Regelungen des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e. V. (kurz DVGW) und der TRGI 2008 erstellte Gasinstallation bietet die Voraussetzung für einen ordnungsgemäßen Betrieb auf Dauer. Während des Betriebes der Gasinstallation können sich jedoch Betriebsbedingungen oder sonstige Randbedingungen auf die Sicherheit der Gasinstallationen auswirken. Technische Anlagen im täglichen Gebrauch unterliegen dem Verschleiß und der Verschmutzung. Solche sicherheitstechnisch relevanten Veränderungen können nur von einem Sachkundigen erkannt, beurteilt und instand gesetzt werden. Die Dichtheitsprüfung (besser Gebrauchsfähigkeitsprüfung oder auch Leckmengenmessung genannt) der Leitungsanlage muss alle 12 Jahre wiederkehrend mit einem Messgerät durchgeführt und mit einem Ergebnisprotokoll nachgewiesen werden. Der Betreiber hat damit eine technische Expertise. Manche Gebäudeversicherer halten diese Überprüfungen und Nachweise in ihren allgemeinen Versicherungsbedingungen fest. Bei der Gebrauchsfähigkeitsprüfung bzw. Leckmengenmessung wird die Gasleitung stets unter Betriebsbedingungen/ Betriebsdruck geprüft (kein erhöhter Prüfdruck). Ein Messgerät ermittelt bei dieser Prüfung, ob Gas aus der Leitung entweicht und in welcher Menge.

Druckmessungen am Brenner (Düsendruck, Gasfließdruck…)

Die Überprüfung des Gasdrucks an Brennern gehört bei Wartungen an häuslichen Heizungsanlagen zu den Standardmessungen. Dabei werden der Gasfließ- und der Gasruhedruck der Anlage gemessen. Der Fließdruck, auch Anschlussdruck genannt, bezeichnet den Gasdruck des fließenden Gases und der Ruhedruck den des nicht strömenden Gases. Liegt der Fließdruck bei Gasthermen etwa außerhalb des Bereichs von 18 bis 25 mbar, dürfen keine Einstellungen durchgeführt und das Gerät nicht in Betrieb genommen werden. Kommt es dennoch zum Betrieb, so kann der Brenner nicht richtig arbeiten und es kommt bei der Flammenbildung zu Verpuffungen und letztlich zu Störungen, was ein Ausschalten des Brenners und damit einen Ausfall der Heizungsanlage zur Folge hat.

Temperaturmessungen an Heizkörpern

Bei Temperaturmessungen an Heizkörpern werden insbesondere die Vor- und Rücklauftemperatur aufgenommen und durch den Handwerker bewertet. Mit der Vorlauftemperatur bezeichnet man die Temperatur des wärmeübertragenden Mediums (z. B. Wasser), das einem System zugeführt wird. Die Temperatur des aus dem System fließenden Mediums nennt man dementsprechend Rücklauftemperatur. Um Verluste innerhalb des Wärmeverteilsystems zu vermeiden bzw. einen verbesserten Wirkungsgrad zu erzielen, ist die punktuelle Aufnahme von Vor- und Rücklauftemperaturen notwendig. Die Umsetzung der entsprechenden Maßnahmen führt aufgrund des Wissens über die Vor- und Rücklauftemperaturen letztlich zum hydraulischen Abgleich. Dieser beschreibt ein Verfahren, mit dem innerhalb einer Heizungsanlage jeder Heizkörper oder Heizkreis einer Flächenheizung bei einer festgelegten Vorlauftemperatur der Heizungsanlage genau mit der Wärmemenge versorgt wird, die benötigt wird, um die für die einzelnen Räume gewünschte Raumtemperatur zu erreichen. Aus einem nicht optimalen Betriebsverhalten resultiert ein erheblicher Mehrverbrauch an Strom- und Heizungsenergie. Die Energieeinsparverordnung in Deutschland schreibt aus diesem Grund den hydraulischen Abgleich für zu erstellende oder zu sanierende Anlagen vor.

Druckprüfungen an Wasserleitungen (Trink-, Abwasser)

Laut den gesetzlichen Vorschriften DIN EN 806-4, DIN 1988-7 sowie DIN 1610 müssen Trink- und Abwasserleitungen vor der Inbetriebnahme mittels Druckprüfung mit Luft, inertem Gas oder Wasser auf Dichtheit geprüft sowie einer Belastungsprüfung mit Luft oder inertem Gas unterzogen werden. Aus hygienischen Gründen ist es jedoch von Vorteil, wenn die Leitungen bis kurz vor der Inbetriebnahme trocken bleiben und keiner Dichtheitsprüfung mit Wasser unterzogen werden. Auch um Korrosion metallischer Werkstoffe zu vermeiden, ist eine Druckprüfung mit Luft zu empfehlen. Die Druckprüfung unterteilt sich in zwei druckabhängige Prüfungen, wobei Prüfdruck und -zeit von der Zielsetzung (Belastung oder Dichtheit) abhängen. Undichtigkeiten machen sich meistens sehr schnell akustisch bemerkbar. Sind die undichten Stellen schlecht zu orten, werden die für Gasleitungen üblichen Hilfsmittel verwendet (Besprühen oder Bepinseln aufschäumender Lösungen).