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Präzision beginnt im Kern - Wie Testo die Sensoren für die eigenen Messgeräte entwickelt.

 testo 300 Gas Boiler

Seit rund 40 Jahren stellt Testo tragbare Abgasanalysegeräte her. Seitdem hat sich viel verändert. Unsere Geräte sind nicht mehr schwer oder sperrig – sie sind kompakt, vernetzt und so einfach zu bedienen wie ein Smartphone.

Aber es gibt noch etwas, das sich verändert hat. Etwas weniger Sichtbares, aber ebenso Wichtiges. Seit einigen Jahren entwickeln wir selbst Gassensoren. Dieses interne Know-how verschafft uns mehr Flexibilität und bringt klare Vorteile bei der Entwicklung und Anwendung.

Auf den folgenden Seiten erfährst Du, warum wir diese Entscheidung getroffen haben, wie unsere Sensoren entwickelt werden, welche Innovationen sie enthalten – und was das für Dich als SHK-Techniker bedeutet.

Zusammensetzung Sensor


Eine Industrie im Wandel

Die Anforderungen an SHK-Fachleute steigen. Präzision ist unerlässlich. Aber auch Effizienz ist wichtig – vor allem, weil qualifizierte Arbeitskräfte immer schwieriger zu finden sind. Zugleich werden die Systeme immer komplexer. Wärmepumpen, Hybridtechnologien und neue Brennstoffe stellen höhere Anforderungen an Planung, Installation und Wartung.

Deshalb müssen die Messgeräte mithalten können. Sie müssen auch unter schwierigen Bedingungen genaue Daten liefern. Sie müssen einfach zu bedienen, dauerhaft zuverlässig und flexibel genug sein, um sich an veränderte Anwendungen anzupassen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, muss das Gerät auch im Inneren überdacht werden. Eine Schlüsselkomponente ist der Sensor – und hier haben wir eine grundlegende Änderung vorgenommen.


Warum Eigenentwicklung?

Es gibt eindeutige Vorteile, wenn Sensoren extern eingekauft werden. Man muss keine eigene Produktionslinie aufbauen. Weniger Personal, weniger Kosten. Der Lieferant ist verantwortlich für Verfügbarkeit und langfristige Versorgung.

Aber es gibt eine Kehrseite der Medaille. Der Sensor wird zu einer Blackbox. Interne Änderungen werden nicht immer kommuniziert. Anpassungen an spezifische Anwendungen sind schwierig zu realisieren. Und wenn Probleme auftreten, dauert es seine Zeit, sie zu lösen – während Testo in den Augen des Kunden verantwortlich bleibt.

Im Jahr 2014 haben wir beschlossen, diesen Teil der Wertschöpfungskette intern zu übernehmen. Seitdem entwickeln und produzieren wir unsere eigenen Sensoren. Dadurch haben wir eine bessere Kontrolle über die Qualität und können schneller auf Kundenwünsche reagieren. Wir sind in der Lage, Präzision zu entwickeln, intelligente Sensorfunktionen hinzuzufügen und sicherzustellen, dass jeder Sensor für die Anwendung geeignet ist, für die er gebaut wurde.

Evolution der internen Sensorentwicklung

Von der ersten (links) zur zweiten Generation (rechts) - kompakter, robuster, zuverlässiger.

Evolution interne Sensorentwicklung


Entwickelt mit dem Installateur im Hinterkopf

Die Rauchgasanalyse ist einer der Schlüsselmärkte von Testo. Deshalb ist es für uns besonders wichtig, innovativ zu bleiben und Sensoren zu entwickeln, die echte, praktische Vorteile für die Fachleute in der SHK-Branche bieten. Hierzu gehören:

  • Zuverlässige Leistung: Testo-Sensoren sind auf höchste Präzision und Langlebigkeit ausgelegt – auch in schwierigen Umgebungen.

  • Maßgeschneiderte Lösungen: Ob Abgasanalyse, Klimakontrolle oder Energieeffizienz-Check – unsere Sensorik ist auf die Bedürfnisse der Praxis zugeschnitten.

  • Direkter Zugang zu Fachexpertise: Unsere hauseigenen Teams unterstützen Dich mit technischer Beratung, Schulungen und praktischen Hilfsmitteln für den täglichen Gebrauch.

  • Auf Nachhaltigkeit ausgelegt: Langlebige, energieeffiziente Komponenten tragen dazu bei, Abfall zu reduzieren und umweltfreundlichere Arbeitsabläufe zu unterstützen.


Innovation durch Forschung

Vor etwas mehr als fünf Jahren haben wir die Entwicklung unserer ersten hauseigenen Abgasmessgeräte mit eigenen Sensoren als Hauptquelle abgeschlossen. Das war ein wichtiger Meilenstein für Testo. Es gab uns mehr Flexibilität, verbesserte die Qualität und half, die Produktionskosten im Laufe der Zeit zu senken. Es gab uns auch die Grundlage, neue Ansätze in der Sensorentwicklung zu erforschen – von kompakten Designs bis hin zu selbstüberwachender Technologie.


Kleine Sensoren mit großer Wirkung

Mit den hauseigenen Gassensoren in kompakter Bauweise und mit austauschbaren Filtern hat Testo einen klaren Wettbewerbsvorteil in der mobilen Abgas- und Emissionsmessung. Für die Messung von NO und CO in der Industrie ist es oft erforderlich, extrem niedrige Konzentrationen mit hoher Präzision zu erfassen. Bisher waren dafür größere Sensoren erforderlich, die von externen Anbietern bezogen wurden.

Unserem Forschungs- und Entwicklungsteam ist es nun gelungen, unsere hauseigenen Gassensoren so zu modifizieren, dass sie im Low-Range-Bereich eine zehnmal bessere Auflösung erreichen. Damit können wir auch für diese Anwendungen kompakte Sensoren mit austauschbaren Filtern einsetzen – das macht künftige Messgeräte noch komfortabler. Gleichzeitig gewinnen wir Kostenvorteile und reduzieren die Abhängigkeit von Lieferanten weiter.

Die Laboranalyse ergab, dass die Vergrößerung der Gaseinlasskapillaren der Schlüssel zum Erfolg war. Durch Vergrößerung der Öffnungen gelangt mehr Gas in den Sensor, was ein stärkeres Signal erzeugt. Dies ermöglicht den Nachweis niedrigerer Konzentrationen. Ausführliche Labortests bestätigten, dass die modifizierten Sensoren weiterhin alle Leistungsanforderungen erfüllen – auch bei wechselnden Temperaturen, Umgebungsdruck oder unter Einwirkung von Störgasen.

Um ein Maximum an Flexibilität zu gewährleisten, sind unsere miniaturisierten Sensoren auch rückwärtskompatibel mit größeren Geräten. Durch die Integration der kleineren Sensoreinheiten in erweiterte Gehäuse können wir dieselbe fortschrittliche Sensortechnologie in einer breiten Palette von Testo-Geräten einsetzen. Das bedeutet gleichbleibende Qualität, einfachere Integration und weniger Varianten – ohne Kompromisse bei der Leistung.

Sensortechnologie testo 300 Next Level


Prüfverfahren bei Testo

Jeder von uns hergestellte Sensor wird einem strengen internen Prüfverfahren unterzogen. Wir simulieren anspruchsvolle reale Bedingungen und konzentrieren uns speziell auf die Herausforderungen in der SHK-Branche. Dies ermöglicht es uns, weit über die von externen Prüfstellen geforderten Mindeststandards hinauszugehen. Genauso wichtig ist das Feedback, das wir aus der Praxis erhalten. Mit über 11 Jahren direktem Input von Anwendern sind wir in der Lage, praktische Erfahrungen in die laufende Entwicklung unserer Produkte einfließen zu lassen.

Seit wir unsere eigenen Sensoren herstellen, haben wir die volle Kontrolle über deren Design und Qualität.

Das hilft natürlich bei Zuliefererproblemen, aber was noch wichtiger ist, es ermöglicht uns, die Technologie weiter voranzutreiben. Wir können Sensoren entwickeln, die den Bedürfnissen der Techniker vor Ort wirklich entsprechen.

Gregor Steiner

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Forschung und Entwicklung bei Testo


Fazit

Die Entwicklung unserer eigenen Sensoren war für Testo ein logischer Schritt – aus technischer, wirtschaftlicher und praktischer Sicht. Sie hat nicht nur die Qualität unserer Messgeräte verbessert, sondern auch neue Möglichkeiten eröffnet: kompaktere Designs, intelligentere Funktionen und größere Unabhängigkeit.

Was den Unterschied ausmacht, ist die enge Verknüpfung von Forschung, Produktion und Praxiserfahrung. Testo verfügt nicht nur über Fachwissen in der Sensortechnologie – wir wissen auch, was SHK-Techniker vor Ort benötigen. Diese Verbindung zur realen Welt prägt unsere Lösungen, von der Sensorgeometrie bis zur Selbstdiagnose.

Viele der Innovationen, die für die Rauchgasanalyse entwickelt wurden, werden nun für den Einsatz in anderen Testo-Geräten geprüft. Und eines ist klar: Wir werden weiterhin neue Wege beschreiten – nicht um mit dem Wandel Schritt zu halten, sondern um ihn anzuführen.

Customer Service (für Rücksendungen)
Testo SE & Co. KGaA
Kolumban-Kayser-Straße 17
79853Lenzkirch
Kontakt
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