Direkt vom Hersteller
Kostenfreie Lieferung im Webshop
Fachberatung vom Profi
Sichere Bezahlung
Direkt vom Hersteller
Wärmebildqualität ist kein einzelner Wert, sondern das Zusammenspiel aus Auflösung, Optik/Sichtfeld und damit IFOV, NETD für Kontrast und Fokus für scharfe Messpunkte. Wenn Sie diese vier Faktoren systematisch prüfen, können Sie Modelle realistisch vergleichen – und vermeiden, dass kleine Ziele „zu klein“ gemessen oder geringe Temperaturunterschiede „nicht sichtbar“ werden.
Auflösung entscheidet, wie viele Messpunkte auf dem Ziel liegen; FOV/Objektiv entscheidet, wie groß das Ziel im Bild erscheint (und damit IFOV bei Ihrem Arbeitsabstand); NETD entscheidet, ob kleine Temperaturunterschiede als Muster sichtbar werden; Fokus entscheidet, ob Temperaturinformationen sauber abgegrenzt sind. In der Praxis ist IFOV oft das härteste Gate: Wenn das Zielobjekt nicht ausreichend groß abgebildet wird, helfen bessere NETD-Werte oder zusätzliche Features kaum.
Detektorauflösung wird häufig als Pixelzahl angegeben. Sie beschreibt, wie viele Temperaturwerte pro Bild erfasst werden.
Mehr Auflösung hilft immer dann, wenn Ihre Targets klein sind (z. B. Klemmen, Steckverbinder, kleine PV-Anschlüsse) oder wenn Sie aus Sicherheits- oder Zugangsgründen nicht näher heran können. Dann liegen mehr Pixel auf dem Zielobjekt – und das reduziert Mischpixel-Effekte.
Hohe Auflösung ersetzt keine passende Optik und keinen passenden Abstand: Wenn Sie zu weit weg sind oder ein sehr weites Sichtfeld nutzen, bleibt das Ziel klein. Zusätzlich kann Unschärfe die effektive Detailerkennung reduzieren.
Hohe Auflösung ersetzt keine passende Optik und keinen passenden Abstand: Wenn Sie zu weit weg sind oder ein sehr weites Sichtfeld nutzen, bleibt das Ziel klein. Zusätzlich kann Unschärfe die effektive Detailerkennung reduzieren.
Das Sichtfeld bestimmt, wie viel Szene Sie auf einmal sehen. Es ist damit ein direkter Hebel für die Frage, ob Sie große Flächen effizient scannen oder kleine Ziele „heranzoomen“ müssen.
Weitwinkel ist sinnvoll für Gebäudeübersichten oder enge Technikräume. Der Preis ist: Kleine Ziele erscheinen klein.
Teleobjektive helfen, kleine Ziele aus größerer Entfernung größer abzubilden. Das ist besonders relevant in der Elektrothermografie oder bei PV, wenn Sicherheitsabstände oder Zugänglichkeit den Abstand vorgeben.
IFOV beschreibt die geometrische Auflösung: Wie groß ist der Bereich, den ein Pixel „sieht“? Wenn dieser Bereich größer ist als Ihr Ziel, misst der Pixel Objekt + Hintergrund.
Ein Mischpixel führt zu Mischtemperaturen: Das Bild kann zwar einen Hotspot andeuten, der Zahlenwert ist aber nicht „objekt-rein“. Das ist einer der Hauptgründe, warum absolute Temperaturen bei kleinen Zielen schnell trügerisch werden.
Zielobjektgröße definieren.
Typischen Arbeitsabstand definieren.
Prüfen, ob das Ziel im Bild ausreichend groß ist (IFOV).
Wenn nicht: Abstand reduzieren oder Optik/Auflösung anpassen.
Für die Praxis sind zwei Begriffe wichtig: IFOVgeo (kleinstes erkennbares Objekt pro Pixel) und IFOVmeas (kleinstes Objekt, dessen Temperatur sicher messbar ist). Faustregel: IFOVmeas ≈ 3 × IFOVgeo. Das Messobjekt sollte zur exakten Messung ungefähr 2–3× größer sein als das kleinstes erkennbare Objekt.
Bei einer räumlichen Auflösung von 3,5 mrad und 1 m Messabstand entspricht ein Pixel etwa 3,5 mm Kantenlänge. Für sichere Temperaturwerte sollte das Messobjekt daher deutlich größer als 3,5 mm sein (Praxis: mind. ca. 2–3 Pixel Kantenlänge).
NETD beschreibt, wie fein Temperaturunterschiede als Kontrast sichtbar werden können.
Bei Gebäudeanwendungen sind Muster oft kontrastarm – NETD kann dann entscheidend sein. In Elektroanwendungen sind Hotspots häufig kontrastreicher; dort sind IFOV, Fokus und Parametrierung (ε/RTC) oft die dominanten Fehlerquellen.
Fokus bestimmt, ob Temperaturinformationen räumlich sauber getrennt werden.
Unschärfe verschmiert Kanten und Hotspots. Messpunkte können dadurch stärker schwanken, besonders bei kleinen Zielen oder bei Messpunkten an Grenzbereichen.
Manueller Fokus ist vorteilhaft, wenn Sie gezielt auf kleine Ziele bei definierter Entfernung fokussieren wollen. Automatische Verfahren können komfortabel sein, sind aber von Szenenkontrast und Reflexionen abhängig.
Klemme: Gate ist IFOV/Fokus – sie muss groß genug und scharf abgebildet werden; sonst ist der Zahlenwert ein Mischwert. Gebäudefassade: Gate ist häufig NETD/Umgebung – kleine Muster müssen im Kontrast sichtbar werden und Randbedingungen müssen passen.
Prüfen Sie, ob Software/App Ihren Dokumentationsworkflow unterstützt, und wählen Sie anschließend das passende Messgerät für Ihre Anwendung.
Wir freuen uns darauf, Ihnen mit unserer Expertise und Individuellen Lösungen zur Seite zu stehen.