Feuchte- Temperaturmessumformer - Präzision spart Kosten

Das Einhalten vordefinierter Klimawerte ist ein entscheidendes Kriterium für die Produktqualität und das Wohlbefinden von Mensch und Umwelt. Besonders im industriellen Umfeld oder der Gebäudeautomation kann das Nicht-Einhalten von festgelegten Messwerten entscheidenden Einfluss auf die Güte der Waren und/oder die Gesundheit haben.

Falsche Umgebungsbedingungen können enorme Auswirkungen auf die Qualität der Erzeugnisse haben. Professionelle Messtechnik von Testo schafft Sicherheit und spart nicht nur Zeit, sondern auch Kosten.

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Feuchtemessumformer im Überblick

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Der Testo-Feuchtesensor: Kernstück der hochwertigen Feuchte- Messumformer

Bei dem seit über 20 Jahren eingesetzten und kontinuierlich verbesserten Testo-Feuchtesensor lag von Anfang an das Augenmerk auf den beiden Genauigkeitskenngrößen: der Messunsicherheit und der Langzeitstabilität: Ein feuchtesensitives Polymer dient als Dielektrikum zwischen zwei Kondensator- Elektroden. Die Besonderheit aber liegt in der perfekten Abstimmung der einzelnen Schichten aufeinander. Das zeigt sich vor allem bei der oberen Elektrode, die zwei Aufgaben zu erfüllen hat, die sich auf den ersten Blick widersprechen: Sie muss ganz durchlässig sein für den Wasserdampf, der dem Polymer-Dielektrikum zugeführt werden soll. Zugleich aber muss sie dicht, glatt und abweisend sein in Bezug auf Kondensat, Öl und Verschmutzungen, um den Sensor zu schützen.
Diese Kombination ist beim Testo-Feuchtesensor mithilfe großer Forschungsaufwendungen optimal gelungen. Aufgrund dieses Aufbaus und der hohen Stabilität in der Testo-Fertigung und im Testo-Abgleich ist es möglich, eine Messunsicherheit von +/- 2 %rF zu gewährleisten, optional auch mit +/-1 %rF.
Darüber hinaus besitzt der Feuchtesensor eine hohe Langzeit Stabilität. Diese wurde in einem Ringtest bewiesen, bei dem mehrere Feuchtesensoren von Testo eine Vielzahl internationaler Kalibrier-Laboratorien (PTB, NIST etc.) durchliefen, wobei auch ohne Nachabgleich die +/- 1 %-rF-Grenze nicht überschritten wurde.

Je genauer die Feuchtemessung, desto niedriger sind die Betriebskosten der Klimaanlage. Klimaanlagen müssen nach internationalen Normen (ASHRAE Fundamentals, DIN 1946 etc.) Luftfeuchten zwischen 30 und 65 %rF liefern. Höhere Feuchten müssen durch Entfeuchtung, niedrigere Feuchten durch Befeuchtung in den Sollbereich überführt werden. Wird zur Feuchtemessung ein Messumformer mit Gesamtmessfehler +/- 2 %rF (Messunsicherheit inklusive Langzeitfehler) verwendet, so entstehen spürbar niedrigere Betriebskosten, als wenn ein typischer Klima-Messumformer mit +/- 6 %rF Gesamtmessfehler (Unsicherheit inklusive Langzeitfehler) verwendet wird.
Die Grafik zeigt, dass der +/- 6 %rF-Messumformer bereits unterhalb 36 %rF die Befeuchtung aktivieren muss, um eine Feuchteinnerhalb des Norm-Behaglichkeitsfelds zu gewährleisten. Ebenso muss bereits ab 59 %rF die Entfeuchtung aktiviert werden. Über das Jahr entstehen somit Betriebskosten, die um 20 bis 40 % hoher sind als die Betriebskosten auf Basis des präzisen Feuchte-Messumformers von Testo. Dieser Vergleich fällt noch extremer zugunsten der hochwertigen Messumformer aus, wenn der zu erreichende %rF-Sollbereich enger definiert ist, z. B. für Reinraum-Anwendungen.

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Anwendung Feuchtemessumformer

Feuchtemessung – Spezialfühler für Extrembedingungen

testo 6614 – Fühler für Hochfeuchte

Die Feuchtemessung im Hochfeuchtebereich zählt zu den schwierigsten Messaufgaben. Instabile Messwerte, verlangsamte Signalreaktion und ggf. auch Sensorkorrosion sind keine Seltenheit, sofern hier keine spezielle Lösung eingesetzt wird.

Testo hat für diesen Anwendungsfall mit dem testo 6614 eine spezielle, beheizte Feuchte-Sensorik entwickelt. Innerhalb des Filters entsteht somit ein Mikroklima, das um 5 Kelvin Oberhalb der Prozessbedingungen liegt. Die deutlich geringere relative Feuchte im Mikroklima führt dazu, dass sowohl die Sensorreaktion deutlich verbessert als auch die Korrosionsneigung spürbar gedrosselt werden.

Neben diesem beheizten Feuchtesensor verfügt der testo 6614 über eine zusätzliche Temperatur-Sonde. Diese misst die tatsachliche Prozesstemperatur; im Mikroprozessor des Messumformers wird auf dieser Basis auch die korrekte Prozessfeuchte errechnet und ausgegeben.

Feuchtemessumformer

testo 6615 – Fühler für Restfeuchte

Auch die Feuchtemessung in niedrigsten Feuchtebereichen ist sehr anspruchsvoll. Setzt man hier „normale“ Polymer-Feuchtesensorik ein, so nimmt der in Taupunktgraden gemessene Fehler schon bald hohe Werte an.

Testo hat für die anspruchsvolle Restfeuchtemessung den testo 6615 entwickelt, der über einen integrierten Restfeuchte-Selbstabgleich verfügt. Hierbei wird zyklisch dafür gesorgt, dass auch kleinste Abweichungen korrigiert werden, bis zu Restfeuchten von -60° Taupunkt!

Testo Feuchtemessumformer

testo 6617 – Feuchtefühler mit Frühwarnung für aggressive Umgebung

Feuchtemessung in Umgebungen mit aggressiven Medien geht häufig mit nur kurzer Nutzbarkeit der Sensorik einher. Auch für dieses Problem hat Testo eine zuverlässige Lösung entwickelt: Die Deckelelektroden-Überwachung.

Durch diese Maßnahme werden bereits im Frühstadium erste Korrosionserscheinungen erkannt und gemeldet. Diese Frühwarnung erlaubt es, die Messsonde auszutauschen, bevor die Messung fehlerbehaftet ist oder gar unterbrochen wird. So wird eine optimale Anlagenverfügbarkeit gewährleistet.

 

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