Mit testo Saveris 1 hat die Kinderklinik Freiburg eine umfassende Monitoringlösung implementiert, die die gesamte Bandbreite ihrer temperaturkritischen Anwendungen abdeckt. Das Referenzdiagnostiklabor der pädiatrischen Hämatologie und Onkologie benötigt als Hauptnutzer ein besonders zuverlässiges System, da es Blut- und Knochenmarkproben aus ganz Deutschland und Europa verarbeitet. Die besondere Herausforderung liegt in der Vielfalt der Kühlgeräte verschiedener Hersteller – vom 4°C-Kühlschrank bis zum -196°C-Stickstofftank – die nun alle zentral überwacht werden. Das System umfasst derzeit 40 Datenlogger und 104 angeschlossene Temperaturfühler.
Von den Kühlschränken mit 4°C bis zu den Stickstofftanks bei -196°C – kostbare Blut- und Knochenmarkproben aus ganz Europa ruhen sicher in der Kinderklinik Freiburg. Das Monitoring-System wacht rund um die Uhr, bereit, bei der kleinsten Abweichung Alarm zu schlagen.
Das Laborteam in Freiburg arbeitet mit verschiedensten Kühlgeräten und Stickstofftanks. In diesen lagern Proben, Medikamente und Medien für Diagnostik und Forschung unter streng kontrollierten Bedingungen. Im September 2024 erfolgte der Umzug in den Neubau, wo neues Equipment und bestehende Geräte verschiedener Hersteller zum Einsatz kommen und ein flexibles Überwachungssystem erfordern.
Auch die regulatorischen Vorgaben waren beträchtlich. Das Team nutzt ein Testo-Thermometer, welches jährlich kalibriert wird, zur einfachen Überprüfung aller Fühler und stellt damit die Akkreditierung effizient sicher.
Die zentrale Anforderung an das System war klar: absolute Zuverlässigkeit bei der Überwachung aller Temperaturbereiche. Die Entscheidung für testo Saveris 1 basierte auf positiven Vorerfahrungen an der Uniklinik Freiburg. Die Praxis bestätigte die Wahl: Als ein 4°C-Kühlschrank wegen eines Platinendefekt ausfiel, kam die Warnung rechtzeitig, sodass das Team handeln und alle Proben sichern konnte. Für Alarmsituationen hat das Labor ein klares Konzept entwickelt: Es hat Warengruppen definiert, bei denen engmaschigere Kontrollen erforderlich sind, sobald eine Warnung eingeht. Zudem hat das Team Alarmgruppen festgelegt, die bestimmen, ab wann unmittelbares Handeln notwendig ist, um beispielsweise einen -80°C-Freezer auszuräumen und einen Verlust der Proben zu verhindern.
Das Team ist sich einig: Der Arbeitsalltag hat sich durch testo Saveris 1 spürbar verbessert. Der größte Gewinn: Sicherheit und Zeitersparnis. Wo früher manuelle Dokumentation Zeitband, können sich die Spezialisten heute auf ihre diagnostische Kernaufgabe konzentrieren. Heute genügt ein Blick ins System oder in die E-Mails, um auf Alarme reagieren zu können. Vor der Einführung des Systems war ein defektes Gerät oft erst am nächsten Arbeitstag erkennbar. Als besonders praktisch erweist sich das testo Saveris Cockpit. Es bietet einen visuellen Überblick über alle Datenpunkte und lässt sich individuell anpassen. Die eigenen Bilder und Pläne des Labors sind eingebunden, sodass sich das Team schnell im System zurechtfinden und Alarme sofort lokalisieren kann. Die automatisierten Berichte erfüllen wichtige regulatorische Anforderungen. Monatliche Berichte, die für die Akkreditierungsstellen gefordert sind, lassen sich mit einem Knopfdruck generieren. Bei Audits können die Temperaturverläufe präsentiert werden – ein entscheidender Vorteil für die Qualitätssicherung.
„Bei komplexen Laborumgebungen wie in der Kinderklinik Freiburg zeigt sich die besondere Stärke von testo Saveris 1“, erklärt Sebastian Rieß, zuständiger Vertriebsmitarbeiter bei Testo. „Das System kann unterschiedlichste Geräte verschiedener Hersteller und Temperaturbereiche in einer einheitlichen Oberfläche abbilden. Dank modularem Aufbau ist es schrittweise erweiterbar – genau das, was die Kinderklinik benötigt.“ Trotz Verzögerungen beim Neubau verlief die Implementierung des Systems problemlos. Die Installation erfolgte schnell und zügig. Die Kommunikation mit Testo lief laut Aussage des Laborteams stets verlässlich, bei Bedarf kam ein Techniker vor Ort.
Das Labor in der Kinderklinik plant bereits die nächsten Schritte. Die Kapazitätsgrenzen sind teilweise erreicht, neue Stickstofftanks sollen in Kürze hinzukommen. Geplant ist auch ein Benachrichtigungsmodul per SMS.
Eine Lösung für alle Geräte: Herstellerübergreifendes Monitoring für sämtliche Kühlgeräte
Lückenlose Dokumentation: Automatisiertes Erfassen und Archivieren aller Messdaten
Intelligentes Alarmmanagement: Schnelle Benachrichtigung bei kritischen Abweichungen
Konforme Protokollierung: Prüfpfad nach internationalen Standards für Audit-Sicherheit
Skalierbar: Einfach erweiterbar für zusätzliche Messstellen und Standorte
Das Referenz- und Diagnostiklabor der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie am Universitätsklinikum Freiburg ist ein Kompetenzzentrum für hochspezialisierte molekulare Analysen. Als nationales Referenzlabor für myelodysplastische/myeloproliferative Erkrankungen, schwere aplastische Anämie und Diamond-Blackfan-Anämie führt es modernste Diagnostikverfahren durch – von Whole Exom Sequenzierung über NGSPaneluntersuchungen bis zu Methylierungsanalysen. Mehrere B-Zentren für Seltene Erkrankungen, wie das Zentrum für Angeborene und Erworbene Blutkrankheiten und das Zentrum für Gefäßfehlbildungen sind in der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie integriert. Das Labor ist außerdem Teil der Hilda Biobank. Die Biobank gewährleistet eine qualitätsgesicherte Sammlung, Verarbeitung, Lagerung und Bereitstellung von Bioproben für die medizinische Forschung von Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters, um die medizinische Versorgung für Kinder und Jugendliche zu verbessern.
Das Universitätsklinikum gehört zur Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg und versorgt jährlich rund 90.000 stationäre und 900.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Rund 13.000 Mitarbeitende sind in Pflege, Diagnostik, Therapie, Forschung und Verwaltung beschäftigt. Die Kinderklinik bündelt seit mehr als 15 Jahren die Versorgung junger Patientinnen und Patienten in mehreren Fachrichtungen und arbeitet eng mit Forschung und Lehre zusammen.