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Probenahme & Gasaufbereitung für zuverlässige Emissions­messungen

Probenahme und Gasaufbereitung für Emissionsmessungen

Probenahme und Gasaufbereitung sorgen dafür, dass das Abgas in einem Emissionsmessgerät unter definierten Bedingungen ankommt – ohne Kondensation, ohne übermäßige Staubbelastung und mit stabiler Temperatur. Sie sind damit genauso wichtig für die Messqualität wie die eigentlichen Sensoren oder NDIR-Messstrecken.

Warum Probenahme und Gasaufbereitung so wichtig sind

Selbst das beste Messprinzip liefert fehlerhafte Ergebnisse, wenn das Messgas nicht korrekt entnommen und aufbereitet wird. Ablagerungen in Leitungen, Kondensation von Wasserdampf oder chemische Reaktionen im Probenahmesystem können Messwerte verfälschen oder Sensoren beschädigen. Eine geeignete Probenahme- und Gasaufbereitungsstrecke stellt sicher, dass das Gas, das den Analysator erreicht, repräsentativ für den Abgasstrom und stabil in seinen Eigenschaften ist.

In der Emissionsmesstechnik kommen häufig heiße, staub- und feuchtehaltige Abgase zum Einsatz. Ohne beheizte Sonden und Leitungen würde sich Kondensat bilden, in dem sich wasserlösliche Komponenten anreichern oder ausfallen. Das verändert die Gaszusammensetzung und führt zu systematischen Messfehlern. Gleichzeitig müssen Staub und Partikel so reduziert werden, dass Messküvetten, Ventile und Sensoren nicht verblocken.

Emissionsmessung

Aufbau einer typischen Emissions­messstrecke

Von der Sonde bis zum Analysator

Eine typische Emissionsmessstrecke umfasst mehrere Schritte:

  • Probenahme im Abgasstrom über eine beheizte Sonde an einer definierten Messstelle,

  • Transport des Gases über eine beheizte Schlauchleitung zur Gasaufbereitung,

  • Aufbereitung im Analysenschrank (Trocknung, Staubabscheidung, eventuelle Verdünnung),

  • Zuführung des konditionierten Gases zu den Sensoren oder NDIR-Messstrecken.

Die Temperatur von Sonde und Leitung wird so gewählt, dass Kondensation vermieden wird – häufig im Bereich von 160–180 °C. In der Gasaufbereitung wird das Gas dann gezielt auf eine niedrigere Temperatur gekühlt und getrocknet, bevor es in die Analysatoren gelangt. Diese kontrollierte Konditionierung ermöglicht stabile Messbedingungen und schützt die Messhardware.

Aufbau Emissionsmessung

Komponenten der Gasaufbereitung und ihre Aufgaben

Eine Gasaufbereitung kann je nach Anwendung unterschiedliche Komponenten umfassen:

  • Vorfilter in der Sonde zur Abscheidung grober Partikel,

  • beheizte Schlauchleitungen zum kondensationsfreien Transport,

  • Gaskühler und Kondensatableiter zur definierter Trocknung,

  • Feinfilter zur Entfernung restlicher Partikel,

  • Durchflussüberwachung und Pumpen zur Sicherstellung einer stabilen Probenahmemenge.

In feuchten, schwefelhaltigen Abgasen sind korrosionsbeständige Materialien wichtig, um eine lange Lebensdauer von Sonden und Leitungen zu gewährleisten. In staubintensiven Anwendungen – etwa in Zementwerken – müssen Filter leicht zugänglich sein, damit sie regelmäßig gereinigt oder gewechselt werden können. Die richtige Kombination aus Komponenten entscheidet darüber, ob Messsysteme langfristig stabil arbeiten.

Komponenten der Gasaufbereitung

Typische Fehlerquellen und wie man sie vermeidet

Kondensation, Staub und Leckagen

Zu den häufigsten Fehlerquellen in Probenahme- und Gasaufbereitungssystemen gehören:

  • unzureichend beheizte Leitungen mit Kondensatbildung,

  • verschmutzte oder zugesetzte Filter,

  • Undichtigkeiten (Leckagen) in Schläuchen und Verbindungen,

  • ungeeignete Materialien mit Korrosions- oder Adsorptionsproblemen.

Praxisempfehlungen zur Vermeidung solcher Fehler sind:

  • Temperaturüberwachung der beheizten Strecken und regelmäßige Funktionskontrollen,

  • definierte Wartungsintervalle für Filter, Sonden und Kondensatableiter,

  • Dichtheitsprüfungen nach Umbauten oder Wartungen,

  • Dokumentation von Wartungsmaßnahmen und Auffälligkeiten im Messsystem.

Schon einfache Routineprüfungen – etwa Sichtkontrollen auf Kondensat, regelmäßige Filterwechsel und Funktionsprüfungen von Pumpen – tragen dazu bei, Messsysteme stabil zu halten und ungeplante Ausfälle zu vermeiden.

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